Baden eine Notwendigkeit ?
Ja oder Nein?
Jeder Hund hat nicht nur das Recht auf gesundheitliches Wohlbefinden und optimale Haltungsbedingungen, sondern auch auf ein rassegerechtes Gepflegt sein. Die Behandlung von Hauterkrankungen und Fellschäden sollten daher durch richtige Pflege und Kosmetik ergänzt werden.

Behandlung und Pflege
Mehr und mehr Besitzer tendieren nicht mehr zu Therapiemethoden, die schnell und bequem anzuwenden sind, aber relativ starke Nebenwirkungen haben ( z.B. Cortisonspritzen gegen Juckreiz bei Allergien), sondern sie sind auch bereit, aufwendigere, aber nebenwirkungsärmere alternativen zu akzeptieren.

Reinigung
Die Zellerneuerung ist ein kontinuierlich ablaufender Vorgang. Beim gesunden Hund ist die Hautoberfläche von einem Film aus Sekreten der Hautdrüsen, abgestoßenen Zellen und Schmutzpartikeln bedeckt. Wird dieser Oberflächenfilm zu dick oder kommen gar andere Bestandteile wie Blut, Krusten, Exsudate ( abgesonderte Flüssigkeiten ) oder starke Verschmutzungen hinzu, können Irritationen der Haut und Hauterkrankungen entstehen oder bereits bestehende Probleme verschlimmert werden. Eine mechanische Entfernung dieses Films von der Hautoberfläche ist ein wesentlicher Bestandteil der Fellpflege und erst recht der Therapie und wird am zweckmäßigsten durch Shampoonieren erreicht. Wie oft nun shampooniert wird, richtet sich nach mehreren Gesichtspunkten: bei Hunden ohne Haut -und Haarprobleme gilt der Grundsatz, dass sie shampooniert werden können und sollen, so oft dies erforderlich ist, vorausgesetzt es werden einige Grundregeln beachtet. Hier spielen rassetypische Besonderheiten ebenso wie individuelle Lebensgewohnheiten eine wesentliche Rolle: Beispielsweise müssen Tiere mit langem, dichten Fell, Tiere mit kurzen Beinen, die bei ungünstiger Witterung schnell verschmutzt sind oder Tiere, die sich mit Vorliebe in irgendwelchen Unrat wälzen, natürlich ziemlich häufig, im Extremfall sogar jeden Tag, mittels Shampoonieren gereinigt werden. Damit dies ohne Schaden für Haare und Haut bleibt, ist es entscheidend, den Hund mit einem milden, für Hunde konzipierten Mittel zu shampoonieren und dies auch gründlich ausspülen. Da sich die Haut des Hundes wesentlich von der Haut des Menschen unterscheidet - sie ist erheblich dünner, hat weniger Schweißdrüsen und ist von neutralem statt saurem pH-Wert, hat also keinen Säureschutzmantel -, muss diesem Umstand bei häufigerem Shampoonieren Rechnung getragen werden. Ein mildes hypoallergenes Shampoo, das speziell für Hunde entwickelt wurde, ist hierzu am besten geeignet. Manche Besitzer verwenden Babyshampoo, weil sie als besonders mild gelten. Auch diese sind nicht auf die Besonderheiten der Hundehaut abgestimmt, ihre Reinigungswirkung ist nur begrenzt und ihr Preis ist relativ hoch.

Geruchsbildung
Wird der Geruch ihres Hundes bei feuchtem Wetter geradezu penetrant, gilt das gleiche Prinzip. Shampoonieren wann immer es erforderlich ist. Allerdings muss sichergestellt werden, dass der störende Geruch keine krankhaften Ursachen hat.

Kosmetische Fellpflege
Je nach Rasse und Behaarungstyp werden an Fell- und Haarqualität unterschiedliche Anforderungen, meist nach ästhetischen Gesichtspunkten, gestellt. Dies gilt natürlich in besonderem Masse für pflegeintensive Exemplare wie Hunde mit langem oder dichtem Haarkleid, vor allem, wenn sie ausgestellt werden. Um die gewünschte kosmetische Wirkung zu erzielen, beispielsweise das Haar gut kämmbar, glänzend oder füllig zu machen, festes Haar fest zu erhalten oder bei feinem, dichten oder Wollhaar das Verwirren zu verhindern, sind verschiedene Maßnahmen möglich.
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